Mitgliederversammlung bei der Firma Jordan | 26.03.2026

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Wirtschaftskollegiums Kassel wurden wir in den Räumen der Firma Jordan (JOKA)  von Herrn Jörg Jordan, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, empfangen. In einem persönlichen Vortrag stellte er uns die Entwicklung, die Struktur sowie die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des Unternehmens vor.

Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Unternehmens in den letzten 125 Jahren, der Generationswechsel innerhalb des Unternehmens sowie die Chancen am Markt durch mögliche Zukäufe anderer mittelständischer Unternehmen.

JOKA erzielt einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro und beschäftigt etwa 1.600 Mitarbeiter, davon rund 320 in Kassel. Das Unternehmen verfügt über rund 80 Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und den Niederlanden. Bekannt ist JOKA außerdem durch sein Sportsponsoring, insbesondere im Biathlon.

Seit Ende 2020 befindet sich der neue Standort „Am Langenfeld“ in Kassel zusätzlich zum bisherigen Standort in Kassel-Niederzwehren. Schwerpunkt des Unternehmens ist der Bereich Fußbodenbeläge hier am Standort Langenfeld. Danach folgen Türen und der traditionelle Holzhandel. JOKA ist ein Vollsortimenter und beliefert ausschließlich Fachbetriebe im B2B-Bereich.

Das Gelände umfasst insgesamt sieben Hektar, davon sind fünf Hektar bebaut. Besonders beeindruckend ist die nachhaltige Bauweise des Neubaus. Es wurden rund 1.500 Kubikmeter Holz verbaut, wodurch etwa 1.500 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Zusätzlich verfügt der Standort über eine Photovoltaikanlage mit drei Megawatt Leistung. Insgesamt wurden circa 35 Millionen Euro hier im Langenfeld investiert.

In einem anschließenden Rundgang konnten wir uns einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Abläufe verschaffen – von der Bestellung über die Kommissionierung und den Zuschnitt bis hin zur Bereitstellung für die Auslieferung. Sämtliche Prozesse erfolgen rechnergestützt und hoch automatisiert. Mit speziell für JOKA entwickelten Zuschnittmaschinen kann die große Vielfalt und Komplexität der Aufträge effizient und präzise abgewickelt werden.

Besonders hervorzuheben war die Aussage von Herrn Jörg Jordan, dass der Generationswechsel auf die vierte Generation innerhalb des Unternehmens bereits eingeleitet worden ist. Er zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass Nachfolger aus der Familie bereits verantwortungsvolle Aufgaben übernommen haben und er sich in einigen Jahren mit gutem Gewissen aus der Unternehmensleitung zurückziehen könne.

Die Besichtigung insgesamt war äußerst beeindruckend und vermittelte ein eindrucksvolles Bild der Entwicklungsgeschichte von JOKA, die vor rund 125 Jahren begann. Das Unternehmen ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durch das frühzeitige Erkennen und Nutzen von Chancen und Märkten nachhaltiges Wachstum entstehen kann.

 

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Tagesordnung Mitgliederversammlung 26.3.26
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